Zur Zeit wird gefiltert nach: DIE LINKE. Uckermark
Der Schwedter Wahlkreistag am 02.02.2012 begann im Service- und Beratungszentrum der Euroregion Pomerania (SBC), ließ mich beim Behindertenverein in der Rosa-Luxemburg-Straße „Mittagspause“ machen und am Nachmittag den Jugendclub EXIT kennenlernen. Begleitet wurde ich von den Genossinnen Inge Kirsch und Nadine Heckendorn.
Im SBC unterhielten wir uns mit Diana Buche und Anna Dymnicka über die vielfältige Unterstützung für klein- und mittelständige Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen im Nachbarland. Wie vielschichtig die Arbeit der Beratungsstelle ist, verdeutlicht schon der Veranstaltungsplan für das Jahr 2012, der auf der Internetseite der Euroregion Pomerania bereit steht. Oft erkundigen sich Unternehmen beider Seiten nach passenden Partnern, um ihr Produktionsangebot zu erweitern oder Dienstleistungen des Anderen in Anspruch nehmen zu können. Manchmal werden auch die Vorschriften und Gesetzlichkeiten des Nachbarlandes hinterfragt, um kooperative Beziehungen aufzubauen. Eine enge Vernetzung gibt es mit dem ICU, der IHK und der Wirtschaftsförderung der Stadt Schwedt. Obwohl es die tägliche Arbeit der Beratungsstelle weniger betrifft, war ein Schwerpunkt in unserem Gespräch die Unzufriedenheit mit der Anerkennung von polnischen Ausbildungsabschlüssen in Deutschland. Hier wünschten sich alle Gesprächspartnerinnen Entscheidungen, die einer echten Partnerschaft würdig sind.
Meine Mittagspause, im Behindertenverein in der Rosa Luxemburg Straße, nutzte ich natürlich nicht nur zum Essen. Die meisten Arbeiten im Verein werden ehrenamtlich durchgeführt, auch hier sind Kürzungen bei öffentlich geförderten Stellen deutlich zu spüren. Diese, über Jahre gewachsene Gemeinschaft, ist ständig auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für ihr Weiterbestehen. Die benachbarten Büroräume in dem Einkaufs- und Geschäftszentrum sind bereits leergezogen. Sind es schon die Auswirkungen des demographischen Wandels oder die der knappen Kassen für soziale und Betreuungsprojekte???
Grund für den Besuch im EXIT waren ebenfalls die knappen Kassen. Nur 15 Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt, finden in den Räumen der ehemaligen „Tanzhalle“ durchschnittlich zwei Konzerte mit 50 bis 100 Besuchern im Monat statt, einige Gruppen treffen sich regelmäßig zu „Stammtisch-Runden“, es besteht die Möglichkeit private Feiern durchzuführen und vieles mehr. Die Einsicht, dass auch Konzerte Jugendkultur sind und als Jugendarbeit zu werten sind, wünschten sich die engagierten Betreiber sehr. Sie befürchten, dass mit dem Umbau des Jugendclubs „Karthaus“ ihr Angebot, wegen mangelnder Mittel im Stadtsäckel, gänzlich ins Abseits gerät. Einen Lichtblick bringen da die gemeinsamen Aktionen mit anderen Jugendclubs, um den Jugendlichen die Vielfalt der Möglichkeiten aufzuzeigen und diese auch möglichst lange zu erhalten. Auch das ist Kampf gegen den demographischen Wandel.