"In Prenzlau in der Uckermark wird das weltweit erste Hybridkraftwerk eröffnet, das die langfristige Speicherung von Windenergie möglich macht. Es liefert künftig planbar Energie für die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität – unabhängig davon, wie viel Wind weht. Produzieren die Windkraftanlagen mehr Strom als prognostiziert wurde, nutzt ein Elektrolyseur diesen zur Herstellung von Wasserstoff nach dem Power2Gas-Modell. In windschwachen Zeiten wird der Wasserstoff mit vor Ort produziertem Biogasgemischt. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt daraus Strom und Wärme. Darüber hinaus wird das Hybridkraftwerk Kraftstoff für Wasserstoff-Tankstellen unter anderem in Berlin liefern. Damit legen ENERTRAG und seine Partner den Grundstein für eine nachhaltige Wasserstoffmobilität." so zu lesen in meiner Einladung zur Hybridkraftwerk-Einweihung.
Spannend an diesem weltweit einmaligen Projekt der Speicherung von Energie ist die Kombination aus Windkraft-, Biogas- und Wasserstoffnutzung. Mit der Möglichkeit, die gespeicherten Energie bedarfsgerecht abgeben zu können, wird einer der großen Kritikpunkte der „Erneuerbaren“ angepackt. Die ENERTRAG AG stellt damit Ihre Fähigkeit, „über den Tellerrand“ schauen zu können, unter Beweis. So soll perspektivisch der erzeugte Wasserstoff über bereits vorhandene Kapazitäten – dass Erdgasnetz – bis Bayern transportiert werden.
Die Partner von ENERTRAG knüpfen mit ihren Vorhaben nahtlos an die heutige Einweihung an. So will TOTAL Deutschland noch 2012 die erste CO2-freie Tankstelle am neuen Großflughafen Berlin errichten oder die Deutsche Bahn AG bis 2020 35% der benötigten Menge Strom aus erneuerbarer Energie nutzen.
Die Bewirtschaftung der Biogasanlage mit Mais sehe ich etwas problematisch. Wenn aber die Landwirte, die den Mais im Umkreis von 10 Kilometern anbauen sollen, mit einer ausgewogenen Fruchtfolge arbeiten, kann man damit leben.
Sabine Stüber (MdB, DIE LINKE)