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Anne-Frieda Reinke, Kai Sebastian Jugl

9. November 2020

Erinnerung hat kein Verfallsdatum

Am 9. November blickt DIE LINKE.Uckermark, auch in Zeiten der Corona-Pandemie, auf die Reichspogromnacht zurück. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden tausende Juden verhaftet, misshandelt und einige Hundert gar getötet. Mit diesem Ereignis konnte jeder erkennen, dass Rassismus und Antisemitismus, bis hin zum Mord, eine Staatsangelegenheit sein kann. Genau aus diesem Grund versammeln wir uns an diesem Tag, gedenken der Opfer und halten daran fest, dass so etwas nie wieder passieren darf, erklärt die Kreisvorsitzende, Anne-Frieda Reinke. Außerdem müsse die Erinnerungskultur gepflegt werden und an die jeweils neue Generation weitergegeben werden, meint Kai Sebastian Jugl, Mitglied des Kreisvorstandes. In Anlehnung an den Auschwitzüberlebenden Noah Flug betont Jugl, dass die Erinnerung kein Verfallsdatum habe und auch nicht beschlossen oder für überflüssig erklärt werden könne. Jedoch, so die Kreisvorsitzende, sei spürbar, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die versuchen die Geschichte zu drehen und nicht daraus eine Lehre ziehen wollen. Nicht nur in Deutschland sehen wir erneut antisemitische und rassistische Tendenzen und Taten, sondern in ganz Europa. In der Nacht vom 1. zum 2. November töteten die Schüsse eines terroristischen Täters in der Nähe der Hauptsynagoge in Wien fünf Menschen und verletzten 20 zum Teil schwer. Am 9. Oktober 2019 gab es einen antisemitischen Anschlag in Halle. Der Rechtsextreme Täter wollte in einer Synagoge ein Massaker anrichten. Nachdem es ihm nicht möglich war die Eingangstür mit Waffengewalt zu überwinden, tötete er zwei Personen und verletzte zwei weitere schwer. „Diese Taten zeigen uns, dass es nicht nur antisemitische und rassistische Tendenzen gibt, sondern auch Motive, die zum Mord führen.“, bemerken Jugl und Reinke. Des Weiteren stellen diese Ereignisse unsere freiheitlich- demokratische Grundordnung in Frage und gefährden die Demokratie als Ganzes, so Reinke weiter.

Direktkandidatin zur Bundestagswahl gewählt

Auf der Wahlkreisversammlung der LINKEN am 10. Oktober in Angermünde wurde Isabelle Czok-Alm als Direktkandidatin für für den Bundestagswahlkreis 57 (Uckermark / Barnim I) gewählt. Sie erzielte mit 73% der abgegebenen Stimmen ein deutliches Ergebnis.


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